Mediator Ausbildung mit Schwerpunkt Wirtschaft – Ablauf der Ausbildung

Die Steinbeis-Ausbildung zum Mediator (m/w)

Die Ausbildung zum Wirtschaftsmediator besteht aus 6 Modulen. Diese finden jeweils an 3 aufeinander folgenden Tagen statt.

Mediator – Ausbildung, Lerninhalte & Modulüberblick

Die Gesamtausbildung umfasst 306 Zeitstunden.

Hinweis: Die folgenden Module können auch einzeln gebucht werden. Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Modul 1: Grundlagen der Mediation

Im ersten Modul erhalten Sie einen Überblick über die Mediation sowie deren Anwendungsbereiche. Sie erlernen die Grundhaltung des Mediators. Außerdem können Sie nach diesem Modul die Mediation von anderen Verfahren abgrenzen.

Inhalte:

  • Grundzüge der mediativen Arbeitsweise
  • Geschichte der Mediation
  • Selbsterfahrung von Mediation
  • Unterschiede zu anderen Konfliktlöseverfahren
  • Haltung des Mediators
  • Phasen der Mediation
  • Kriterien
  • Umsetzung und Rolle des Rechts

Modul 2: Rolle und Haltung, Konfliktkompetenz

Haltung und der Persönlichkeit des Mediators sichern die notwendige Unabhängigkeit, Allparteilichkeit und Akzeptanz bei den beteiligten Parteien. Im zweiten Modul werden die Teilnehmer deshalb für ihr eigenes Verhalten sensibilisiert. Außerdem erlernen Sie Methoden, um Vertrauen aufzubauen. So werden Sie schnell als unabhängiger, allparteilicher Vermittler anerkannt.

Inhalte:

  • Grundzüge der mediativen Arbeitsweise
  • Konflikte verstehen
  • „Das Eigene“ in der Mediation
  • Mediationsmodelle
  • Systemisches Arbeiten
  • Selbstbehauptung
  • Ressourcen
  • Wahrnehmung
  • Neutralität und Allparteilichkeit
  • Emotionen
  • Vertraulichkeit
  • Transformatorisches Arbeiten

Modul 3: Fragen statt Ratschläge geben – Kommunikation in der Mediation

In diesem Modul erlernen Sie verschiedene Kommunikations- und Fragetechniken. Durch methodisches Vorgehen können Sie Ihre Fragen jeder Situation entsprechend anpassen.

Inhalte:

  • Kommunikationstechniken
  • Zuhören
  • Grundlagen mediativen Fragens
  • Hypothesen
  • Fragematrix
  • Fragen zur Selbstbehauptung
  • Fragen zur Wechselbezüglichkeit
  • Umgang mit Widerständen in der Mediation
  • Lösungsfragen

Modul 4: Kurzzeitmediation

Mediation innerhalb eines kurzen zeitlichen Rahmens erfordert besondere Fähigkeiten des Mediators (m/w). Hervorragendes Zeitmanagement ist eine Grundlage, um diese Anforderung zu meistern. Hier liegt der Schwerpunkt des 4. Moduls der Mediationsausbildung.

Inhalte:

  • Vorlaufphase
  • Kürzen, aber wo?
  • Einzelgespräche
  • Verfahrensmanagement
  • Zeitmanagement
  • Verhandeln
  • Der Anwalt in der Mediation
  • Ergebnissicherung

Modul 5: Mediation im innerbetrieblichen Bereich – geschickte Fälle, Co-Mediation

Im Fokus dieses Moduls ist die Herangehensweise an geschickte Fälle. Hierbei nimmt der Initiator, oftmals die Führungskraft, der Mediation nicht selbst an der Mediation teil. Das erfordert die besondere Sensibilität des Mediators (m/w).

Inhalte:

  • Pre-Mediation
  • Geschickte Fälle
  • Delegierte im Mediationsprozess
  • Co-Mediation
  • Mehrparteienmediation
  • Ergebnissicherung
  • Visualisierungs- und Kreativitätstechniken

Modul 6: Anwalt und Recht in der Mediation, Online-Mediation und Mediationspraxis,  Kolloquium

Marketing-Grundlagen, insbesondere auch das interne Marketing im Unternehmen stehen im Zentrum dieses Moduls. Die Teilnehmer erhalten wertvolle Tipps für den Balanceakt zwischen Akquisition und notwendiger Unabhängigkeit des Mediators.

Sie erfahren mehr zur Entstehung von Online-Konflikten und bekommen Strategien für die Online-Lösung an die Hand. Dazu gehört auch eine eingehende Telefon-Schulung.

Inhalte:

  • Marketing und Akquisition
  • Umsetzung in die Praxis
  • Formen der Online-Konfliktlösung
  • Wahrnehmung „Online“
  • Online-Mediationstechniken
  • E-Learning
  • Telefonmediation