Tagesseminar „Mediation bei (grenzüberschreitenden) Erbkonflikten“

Was machen Erbkonflikte und eine Erbmediation aus?

Konflikte die rund um die Verteilung eines Erbes auftauchen sind oft von hoch emotionalen Themen geprägt und können zu Eskalation und Stillstand führen. Oftmals sind viele Konfliktparteien beteiligt und zahlreiche juristischen Vorgaben müssen beachtet werden. Zu einer noch höheren Komplexität kann es dann kommen, wenn zusätzlich grenzüberschreitende Bezüge vorliegen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Erblasser im Ausland verstirbt oder Erben in unterschiedlichen Ländern leben.

Die Einbeziehung der Mediation in das Nachlassverfahren sorgt dafür, dass alle Konfliktbeteiligte gemeinsam und eigenverantwortlich nach einer Lösung suchen. Dies kann ein langwieriges und kostspieliges Gerichtsverfahren verhindern und die persönlichen Beziehungen zwischen den Erben erhalten.

EU-Projekt vermittelt Kenntnisse über (grenzüberschreitende) Erbmediation:

Im Rahmen des EU-Projektes FOMENTO (Fostering mediation in cross-border civil and succession conflicts) werden Mediatoren, Anwälte, Notare und Interessierte dazu eingeladen in einem Training Einblicke in das Thema (internationale) Erbkonflikte zu erhalten. Darüber hinaus werden gezielte Anleitung und Best Practice Vorschläge für die Anwendung von Mediation auf diesem Gebiet erläutert.

Nach dem Training werden die Teilnehmer:

  • die Grundzüge der Europäischen Erbrechtsverordnung kennen;
  • in der Lage sein eine (grenzüberschreitende) Erbmediation effektiv zu planen und umzusetzen;
  • Werkzeuge zur Analyse von Erbkonflikten kennen;
  • Techniken und Methoden zur Arbeit mit starken Gefühlen innerhalb eines Trauerprozesses erwerben;
  • die Dimensionen kultureller Unterschiede kennen, welche möglicherweise bei grenzüberschreitenden Konflikten auftreten können;
  • mit Fallbeispielen gearbeitet haben.

Grundlage des eintägigen Trainings sind die Ergebnisse des EU-Projektes FOMENTO (2017-2019):

Barth, G.; Barth, J.; Böhm, B.; Pfützenreuter, J. (2018). Mediation in cross-border succession conflicts and the effects of the ‘Succession Regulation’. (http://www.fomentonet.eu/resources-type/project-outputs/)

Termine und Veranstaltungsort:

Ihr Trainer:

 

PD Dr. Gernot Barth  beschäftigt sich seit über fünfzehn Jahren wissenschaftlich und praktisch mit dem Thema Konflikt und arbeitet seitdem als Mediator, Supervisor, Trainer und Dozent. Er ist Direktor der Akademie für Mediation, Soziales und Recht und der IKOME® Dr. Barth GmbH & Co. KG. Seine Forschungsschwerpunkte sind Mediation, Konfliktverhalten und Beratung. Er ist zudem Vizepräsident und Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Forums für Mediation DFfM e.V., der Dachorganisation für Mediation in Deutschland, Leiter des interkulturellen Zentrums und Herausgeber der Fachzeitschrift „Die Mediation“.