Mediator Ausbildung mit Schwerpunkt Wirtschaft – Ablauf der Ausbildung

Die Steinbeis-Ausbildung Mediation mit Schwerpunkt Wirtschaft

Die Ausbildung zum Wirtschaftsmediator besteht aus 7 Modulen. Die Module 1, 2,3, 4 und 6 finden jeweils an 3 aufeinander folgenden Tagen in Präsenz statt. Die Module 5 (22 Stunden) und 7 (10 Stunden) finden als Webinar statt (Wahltermine). 

Mediator – Ausbildung, Lerninhalte & Modulüberblick

Die Gesamtausbildung umfasst 540 Zeitstunden.

Hinweis: Die folgenden Module können auch einzeln gebucht werden. Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Ziel des Einführungsseminars ist es, einen Überblick über die Mediation sowie deren Anwendungsbereiche zu geben und die Teilnehmer an die Vorgehensweise und Rolle des Mediators heranzuführen. Die aktive Einbeziehung und Selbsterfahrung der Teilnehmer soll die wesentlichen Unterschiede zu anderen Konfliktlösungsmethoden wie Schlichtung, Schiedsverfahren oder gerichtliches Verfahren aufzeigen und erfahrbar machen.

Inhalte:

  • Grundzüge der mediativen Arbeitsweise
  • Geschichte der Mediation
  • Selbsterfahrung von Mediation
  • Unterschiede zu anderen Konfliktlöseverfahren
  • Haltung des Mediators
  • Phasen der Mediation

Mediation lebt in erster Linie von der Haltung und der Persönlichkeit des Mediators. Diese sichern die notwendige Unabhängigkeit, Allparteilichkeit und Akzeptanz bei den beteiligten Parteien. Das Modul bildet daher einen wesentlichen Schwerpunkt der Ausbildung. Ziel ist es, die Teilnehmer für ihr eigenes Verhalten zu sensibilisieren und dessen Auswirkung auf die Medianden zu erkennen. Darüber hinaus sollen die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, als Mediatoren zu ihren Medianden Vertrauen aufzubauen.

Inhalte:

  • Konflikte verstehen
  • „Das Eigene“ in der Mediation
  • Mediationsmodelle
  • Systemisches Arbeiten
  • Selbstbehauptung
  • Ressourcen
  • Wahrnehmung
  • Neutralität und Allparteilichkeit
  • Emotionen
  • Vertraulichkeit
  • Transformatorisches Arbeiten

Ziel dieses Moduls ist das Erlernen von Fragetechniken – dem zentralen “Handwerkszeug” des Mediators. Schwerpunkt ist die Entwicklung einer methodisch fundierten Vorgehensweise, die ein situativ angemessenes Fragen ermöglicht.

Inhalte:

  • Kommunikationstechniken
  • Zuhören
  • Grundlagen mediativen Fragens
  • Hypothesen
  • Fragematrix
  • Fragen zur Selbstbehauptung
  • Fragen zur Wechselbezüglichkeit
  • Umgang mit Widerständen in der Mediation
  • Lösungsfragen

Ziel des Moduls ist die sichere Beherrschung von innerbetrieblichen Mediationen. Schwerpunkt sind hier die geschickten Fälle. Ein zentrales Thema ist hier die Rollenklärung des Mediationsinitiators im Spannungsfeld von Vertraulichkeit, Eigenverantwortung, Freiwilligkeit und Neutralität. Wichtig ist hier ebenfalls die Einbindung von Führungskräften sowie das hierarchieübergreifende Arbeiten.

Inhalte:

  • Vorlaufphase
  • Geschickte Fälle
  • Delegierte im Mediationsprozess
  • Mehrparteienmediation
  • Visualisierungs– und Kreativitätstechniken
  • Mediation in Organisationen

Im Modul fünf liegt der Schwerpunkt auf den Themen Recht & Anwalt sowie der professionellen Gestaltung von Verhandlungsprozessen innerhalb der Mediation. Die Teilnehmenden erhalten einen umfassenden Überblick zu rechtlichen Implikationen des Mediationsgesetzes sowie zu rechtlichen Rahmenbedingungen innerhalb des Mediationsverfahrens. Zudem werden Verhandlungsstrategien im Fokus betrachtet und geübt. Die Teilnehmenden lernen, wie sie von der Interessenklärung in tragfähige Verhandlungen überführen, Verhandlungsdynamiken erkennen und steuern sowie mit Machtasymmetrien, Blockaden und festgefahrenen Situationen souverän umgehen. Darüber hinaus werden innerhalb des Webinars die Themen Online-Mediation und Digitalkompetenz betrachtet und praxisorientiert vermittelt.

Inhalte:

  • Rolle des Rechts in der Mediation,
  • Rechtlicher Rahmen der Mediationstätigkeit und Einleitung von Mediationsverfahren
  • Abgrenzung von Mediation zu anderen Streitbeteiligungsverfahren
  • Tätigkeitsbeschränkungen und Tätigkeitsverbote für den Mediator
  • Besonderheiten und Kontext zwischenbetrieblicher Mediation
  • Der Weg zur Verhandlungsphase innerhalb des Mediationsprozesses und zentrale Konzepte (Interessen, Positionen, BATNA/WATNA, ZOPA, Machtasymmetrien)
  • Umgang mit Blockaden und Verhandlungssackgassen
  • Systemische und psychologische Grundlagen der Verhandlung
  • Vergleich von Mediationssettings (Präsenz, Online, Telefon, Shuttle, Hybrid)
  • Online-Mediation: Phasen, Beziehungsgestaltung, Moderation, Technik und Datenschutz
  • Digitale Methoden und Visualisierungstools

Marketing-Grundlagen, insbesondere auch das interne Marketing im Unternehmen stehen im Zentrum dieses Moduls. Die Teilnehmer erhalten wertvolle Tipps für den Balanceakt zwischen Akquisition und notwendiger Unabhängigkeit des Mediators.

Sie erfahren mehr zur Entstehung von Online-Konflikten und bekommen Strategien für die Online-Lösung an die Hand. Dazu gehört auch eine eingehende Telefon-Schulung.

Inhalte:

  • Kürzen, aber wo?
  • Einzelgespräche
  • Marketing und Akquisition
  • Ergebnissicherung
  • Co–Mediation – das Arbeiten im Mediatorenteam
  • Formen der Online–Konfliktlösung
  • Online–Mediationstechniken
  • Entwicklung einer persönlichen “Zielvereinbarung”
  • Kolloquium

  • Bedeutung und Notwendigkeit von Konfliktmanagementsystemen
  • Rolle der Führungsebene
  • Bausteine eines Konfliktmanagementsystems
  • Nutzen für Unternehmen
  • Aufbau, Struktur und Umsetzung

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